Ein Fleckchen heile Erde

img_imp_so_3Hoch im Norden an der Küste Vorpommerns liegt die reizvolle Halbinsel Darß. „Ein Fleckchen heile Erde“- so meinen die hier lebenden Einwohner. Ein bisschen Stolz ist sicher schon dabei, ist man doch gern hier zu Hause. Was aber macht den Darß so besonders und einzigartig, was prägte die Entwicklung dieser Region bis in die heutige Zeit? Entstanden nach der letzten großen Eiszeit vor circa 16 000 Jahren ist das kleine Eiland noch heute großen Veränderungen durch Wind und Wasser ausgesetzt. Die dicht bewachsenen, jedoch noch immer deutlich sichtbaren Dünenzüge in weiten Teilen des Darßer Urwaldes zeugen vom stetigen Wachstum des Landes. An der Westseite des Darßes weicht die Küstenlinie mehr und mehr zurück, die Allmacht von Sturm und Wellen raubt dem angrenzenden Dünenwald Jahr für Jahr Meter um Meter. Im Norden jedoch schiebt sich die Darßspitze recht vorwitzig immer weiter ins Meer hinaus, ein sichtbarer Beweis für die stetige Landveränderung.

Dieser glückliche Umstand und die intakte Flora und Fauna, die Urwüchsigkeit und Vielfalt unserer Landschaft und Tierwelt- all dies und natürlich der Menschenschlag, dem sie hier begegnen, macht den Darß einzigartig und dennoch typisch. Typisch für unser Pommern- das Land am Meer. Und wir als hier lebende Generationen bemühen uns um Achtsamkeit im Umgang mit der Region- immer auch in vernünftiger Symbiose mit einer nötigen wirtschaftlichen Entwicklung, denn die Menschen, die hier leben, müssen ihren Unterhalt bestreiten können.

Achtung und Ehrfurcht also vor all dem natürlichen Reichtum, von welchem wir hier umgeben sind, und dessen Schutz unsere Pflicht war und ist – gestern, heute und morgen…